Abstütz-System-Holz, kurz ASH
Das ASH (Abstütz-System-Holz) ist neu im THW Ortsverband Emmerich und befindet sich zur Zeit noch im Aufbau.
Das Abstützsystem Holz "ASH" ist ein modulares System, welches bei einsturzgefährdeten Gebäuden und Häusern eingesetzt wird. Es dient zur Abstützung und zum Aussteifen.
Es besteht aus einer Vielzahl von vorgefertigten Holzträgerteilen, welche in modularer Bauweise am Einsatzort zusammengesetzt werden. Je nach Einsatzerfordernis und Lagebeurteilung kann das System in verschiedenen Höhen eingesetzt werden.
Der Einsatz des "ASH" ist ideal geeignet für:
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Abstützen von zerstörten Gebäuden nach Explosionen
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Sicherung von Häusern und Gebäuden nach Teileinsturz (auch Reihenhäuser etc.)
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Stützmaßnahmen bei einsturzgefähdeten Objekten (z.B. nach Brand)
Folgende Baugruppen sind im ASH- Satz enthalten:
Strebstützen dienen zum Abstützen eines Gebäudes von außen.
Droht beispielsweise eine Hausfasade einzustürzen, werden Strebstützen angebracht, um die Stabilität aufrechtzuerhalten und einen Einsturz zu verhindern. Aus den vorgefertigten Bauteilen können am Einsatzort
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3 Strebstützen mit einer Stützhöhe von 15,0m oder
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6 Strebstützen mit einer Stützhöhe von 10,0m oder
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9 Strebstützen mit einer Stützhöhe von 5,0m
zusammengesetzt und aufgebaut werden.
Ein Sprengwerk wird dann eingesetzt, wenn ein Gebäude in einer Häuserzeile völlig oder zum Teil eingestürzt ist. Die Konstruktion stützt die intakten Häuser gegenseitig ab und verhindert, dass die angrenzenden Gebäude auf die Schadenstelle stürzen. Aus den vorgefertigten Bauteilen können am Einsatzort
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2 Sprengwerke, Spreizweite ~10,0m (kürz- und erweiterbar)
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2 Sprengwerke, Spreizweite 5,0-7,0m (kürz- und erweiterbar)
zusammengesetzt und aufgebaut werden.
Darüber hinaus stehen weitere Balken und Bohlen zur Verfügung um die Grundkomponenten zu erweitern oder aber auch um Sonderkonstruktionen realisieren zu können.
Technisch gesehen basiert ASH auf bewährte Abstützmethoden wie Sprengwerke und Strebstützen. Diese Abstützmethoden haben sich über Jahrzehnte, sofern sie angewandt wurden, bestens bewährt. Die Statik dieser Abstützungen sind in Tabellenwerken im In- und Ausland fixiert. Das Problem dieser bekannten Abstützmethoden bestand in Ihrer Anwendung darin, daß das notwendige Holzmaterial in angemessener Zeit (im Einsatz) nicht zu beschaffen war. Die erforderlichen Holzquerschnitte ( z.B. 20 x 24 cm) sind bei den Holzhändlern keine Lagerware, sondern Bestellware. Ein weiteres Problem bestand darin, daß je nach Einsatzanforderung, die Abstützungen individuell angefertigt werden mußten – eine hohe Anforderung an Führungskräfte und Helfer, welche nur unter vergleichsweise enormen Zeitaufwand und "know how" bewältigt werden konnte. Dieser hohe Zeitaufwand bedeutete auch, daß die Hilfskräfte, welche die Rettung und Bergung der Verschütteten vornahmen, immer der Gefahr ausgesetzt wurden, selbst verschüttet zu werden, solange keine ausreichenden Sicherungsmaßnahmen am einsturzgefährdeten Objekt beendet waren. Der Zeitfaktor spielt auch hier, wie bei allen Einsätzen, die entscheidende Rolle über den Einsatzerfolg!


